Hamburger Halskrause

Seit mehr als 400 Jahren tragen evangelische Pastoren in Hamburg zum Talar eine weiße Halskrause aus Leinen oder Baumwolle. Drei bis Vier Stunden benötigt man um die 200 Schleifen mit einem heißen Metallstab zu "tollen", dies ist der  alte Fachausdruck für das Fomen der gestärkten, feuchten Halskrausen.

 

Die weiße Halskrause - auch "Mühlstein-" oder "Duttenkragen" genannt - war noch bis vor 100 Jahren die Amtstracht von Professoren, Bürgermeistern und Senatoren.

Bestand hat die Tradition jedoch nur bei den Pastoren der Hansestädte wie Hamburg, Lübeck, Wismar und Stralsund.

 

Zur Historie
Die Halskrausen war seit dem 16. Jahrhundert Teil der Standes- und Ausgehkleidung der gehobenen Kreise in Europa.

Von Spanien verbreitete sie sich über die Niederlande bis nach Deutschland.

 

Der zweiteilige schwarze Ornat mit der Halskrause wurde unter dem Einfluss der Aufklärung insbesondere in den Hansestädten auch zur gottesdienstlichen Gewandung der Geistlichen.

 

Die Halskrause erfüllte zwei Aufgaben: Sie war äußerlicher Ausdruck von Würde und Stand, aber auch in einer Zeit, in der die vornehmen Herren Perücken trugen oder der Stand, männlich wie weiblich, ihre Frisuren intensiv puderten, diente die Halskrause dem Zweck die kostbaren Gewänder vor dem Puder zu schützen.

Hamburger Halskrause 

8ter Krause

Mühlsteinrad

Wagenrad

Pfeifenkragen 

Duttenkragen

Pastorenkragen

getollter Kragen

Beffchen